Strategisches Naming anhand der Tastatur?

16.03.2012

Sind die Tasten schuld, wenn der Unternehmensname Menschen nicht gefällt? Erste Erkenntnisse aus Kognitionswissenschaft.

Kognitionswissenschaftler schreiben Tastaturlayout eine emotionale Bedeutung zu

Der ein oder andere Existenzgründer hat sich bei der Namensgebung seines Unternehmens etwas gedacht. Doch wer hat dabei die Position der Tasten auf dem Schirm? Forscher aus New York (USA) und London (GB) haben dem Tastaturlayout eine wichtige Rolle bei der Zuschreibung von Wortbedeutung nachgewiesen. Der sogenannte QWERTY-Effekt soll zur Folge haben, dass Buchstaben wie "Q", "A" oder "S" eine negative Konnotation auslösen, da sie auf der falschen Seite der Tastatur liegen. Schuld ist also die Position der Buchstaben, denn es sind links mehr Buchstaben vorhanden, wodurch die Buchstaben auf der rechten Seite leichter zu tippen sein könnten. Im Experiment wurden Wörter, die eher rechtseitig zu tippen waren, mit einer positiven Konnotation markiert. Einen Tipp für die Werbebranche hatten sie auch gleich bereit: "People responsible for naming new products, brands, and companies might do well to consider the potential advantages of consulting their keyboards and choosing the 'right' name." so die Forscher. Wir schlagen daher Firmenbezeichung vor, die absolut auf der sicheren Seite sind: "pizi", "kopimo" oder "monitol". Weitere kreative Vorschläge senden Sie bitte an naming@acameo.de

QUELLE:
Reference Type: Journal Article
Author: Jasmin, Kyle
Author: Casasanto, Daniel
Primary Title: The QWERTY Effect: How typing shapes the meanings of words.
Journal Name: Psychonomic Bulletin & Review
Publisher: Springer New York
Issn: 1069-9384
Subject: Psychologie und Verhalten
Start Page: 1
End Page: 6
Url: http://dx.doi.org/10.3758/s13423-012-0229-7
Doi: 10.3758/s13423-012-0229-7
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Foto: Valentin Marquardt

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