Rollende Bescherung: Battlefield 3 bricht Marketing-Rekorde

14.12.2011

EA investiert und das Weihnachtsgeschäft zeigt sich gütig

Wie Electronic Arts mit Stadt-Panzern und Kampfjets unter den Weihnachtsbaum fährt. Marketingmaschinerie vorwärts.

Der Computerspiele-Branchenriese EA plant mit einer groß angelegten Marketingkampagne den Spiele-Thron zurück zu erobern. Die Zeichen dafür stehen gut, denn bereits im August hat Battlefield 3 auf der Gamescom in Köln über 60 verschiedene Awards gewonnen. Die internationale Fachpresse war begeistert und würdigte ein neues Topspiel, das seiner Zeit durch die überragende grafische Qualität und das unverwechselbar-realistische Gameplay hervorstach. Doch nicht nur das Spiel zeigt sich äußerst realistisch. Gleich auf der Gamescom war ein hoher finanzieller Invest zu erkennen. So wurde ein richtiger Kampfjet auf dem Stand präsentiert und eine 300 Quadratmeter große Wand mit einem riesigen Artwork besprüht, an dem das Graffiti-Team eine Woche lang gearbeitet hat.

In London waren mehrere „Tanksi’s(Panzer-Taxis)“ tagelang durch die Stadt unterwegs um das Spiel noch interessanter zu vermarkten. Um den Kunden Vorbestellungen noch schmackhafter zu machen, entwickelte man eine Limited-Edition, die verschiedene neue Waffen und vier überarbeitete Top-Spiele-Karten aus der Vorgängerversion enthielt. Bis zum Erscheinungstermin (27.10.2011) hatte EA – laut eigenen Angaben – über 3 Millionen Spiele verkauft und 9,5 Millionen Spieler nahmen an der Beta-Testphase teil. In Deutschland erhielt Battlefield 3 zwei Wochen nach dem Verkaufsstart die ersten Titel vom Bundesverband für interaktive Unterhaltungssoftware, darunter der Award für über 500.000 verkaufte Spiele auf mehreren Plattformen. Noch nie hat sich ein Action-Spiel in Deutschland so gut verkauft. Rund 10 Millionen Kopien des Spiels wurden an Händler und Kunden weltweit versandt.

Durch eine Mega-Marketingkampagne (100 Millionen Dollar) hat es EA geschafft größtmögliche Aufmerksamkeit auf ihr Produkt zu richten. Neben den klassischen Printmedien (Plakate in Bus- und Bahnhaltestellen, Fachzeitschriften) wurden auch Online-Werbeplatzierungen (auf deutschen Nachrichtenportalen, Youtube) und Videotrailer (Fernsehen und Onlineportalen) geschaltet. Alle Medienkanäle (Online, Print, Video, Social-Media) wurden hierfür  perfekt bespielt, um einen echten Überraschungsangriff auf die Augen der potentiellen Konsumenten zu starten. Man könnte sogar vermuten, dass die Datenschutz-Affäre von EA inszeniert wurde, laut c’t „Origin spioniert nicht“ scheint dies nicht völlig aus dem Kriegshimmel gegriffen.

Artikel: Norbert Ropelt (Kundenbetreuung acameo)

Bild: Copyright EA Digital Illusions CE AB

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